Schamotte? Was ist eigentlich Schamotte?

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Im allgemeine Sprachgebrauch wird das Wort Schamotte häufig für alle feuerfesten Ausmauererungen und Steine verwendet. In wirklich gibt es aber viele verschiedene Arten von feuerfesten Baustoffen die in verschiedenen Einsatzgebieten benutzt werden. In der Fachsprache wird Schamotte, auch Schamott, als gesteinsähnliches, künstlich hergestelltes, feuerfestes Material bezeichnet. Das Wort selber entstand angeblich durch italienische Porzellanarbeiter in Thüringen die im 18. Jahrhundert das Wort Schamotte aus sciarmotti, scarmotti an Anlehnung an “Scherben”, das durch die Thüringische Aussprache zu “Schärm” oder “Scharm” wird, gebildet haben.

Rohstoff für das Endprodukt sind Schamotte und Ton, wobei der Rohton sowohl zur Bindung der Schamottekörnung als auch zur Ergänzung des Gefüges eingesetzt wird.

Herstellung von Schamottekörnung:

  • Rohton wird plastisch aufbereitet
  • grob zerkleinert
  • getrocknet
  • gebrannt (bis maximale Mullitbildung erreicht, 1000  – 1400°C)
  • zerkleinert (gebrochen und/oder gemahlen)
  • fraktioniert in Grob-, Mittel- und Feinkorn.

Zu verwendender Ton

  • Der Ton der zur Herstellung verwendet wird, sollte möglichst rein sein, also keine Verunreiningungen enthalten.(bei schlechteren Qualitäten kann ein relativ großer Quarzanteil im Rohstoff enthalten sein (saure Schamotte)).
  • Ebenso ist es von Vorteil, einen möglichst hohen Kaolinitanteil im Ton zu haben, da dieser keine Alkalien mitbringt.

Schamotte ist im Prinzip nichts anderes als gebrannter Ton/Kaolin. Ein Schamottestein aus reinem Ton hätte eine enorme Brennschwindung. Durch das Vorbrennen wird ein Großteil der Schwindung vorweggenommen, so dass der Stein weniger rissanfällig wird.

Eigenschaften

  • spezifische Wärmekapazität 1,00 kJ/(kg K).
  • sehr preiswert gegenüber anderen feuerfesten Steinen, daher Einsatz immer wenn chemisch beziehungsweise thermisch möglich.

Anwendungstemperaturen:

  • reduzierende Atmosphäre: schlechte CO-Beständigkeit unter 800 °C, da das Boudouard-Gleichgewicht unterhalb 800 °C zur Bildung elementaren Kohlenstoffes neigt (2 CO ⇌ CO2 + C). Dieser Kohlenstoff setzt sich in den Poren der Steine ab, und führt zur Zermürbung des Gefüges. Die Aktivierungsenergie für diese Reaktion ist normalerweise unter 800 °C nicht ausreichend. Freies Eisenoxid oder Eisen wirkt katalytisch, daher ist der Eisengehalt niedrig zu halten.
  • keine besonderen feuerfesten oder chemischen Eigenschaften, welche erwähnt werden müssten, Einsatz bei niedrigen Belastungen.

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